Skifahren seit 1966

Mit 3 Jahren habe ich meiner Schwester, die etwas älter ist als ich die Skistöcke geklaut und bin damit abmarschiert.

Ein Jahr später durfte ich dann selber auf die fantastischen Holz Ski mit einem Patent Verschluss. Dieser beinhaltete eine kleinen Draht Zug, den man hinten um die Verse legte, und mit einem Klappmechanismus nach vorne auf dem Ski spannte. Hervorragend, es hat gehalten. Durch die wunderschönen Lederstiefel, doppelt geschnürt, hatte man zwar keine abgefrorenen Füße, nein sie waren nur eiskalt, egal welche Sockendicke man wählte.

Natürlich stand irgendwann die Skischule auf dem Tablett. In Reit im Winkel, gab es einen sehr steilen Hausberg, der von der Skischule genutzt wurde. Worauf ich Jahrzehnte später meine Mutter fragte, wo denn der Berg geblieben sei, und sie antwortete, dort drüben die Wiese. So ändert sich die Perspektive. Damals ein steiler Berg, heute eine abschüssige Wiese.

Auch waren wir zu dieser Zeit nicht in einem vier Sterne Wellness Hotel untergebracht, nein , wir fühlten uns wohl auf einem Bauernhof in der Nähe. Toilette auf dem Gang und netten Kontakt zu den Bauersleuten, mit denen man ab und zu in der großen Wohnküche saß und sich aufwärmte und gleichzeitig die durchnässten Schuhe vollgestopft mit Zeitungspapier, zum Trocknen an die Decke hing. Diese Bilder werde ich nie vergessen, obwohl ich noch so klein war. Eine schöne Erinnerung.

Die Erinnerung von der Skischule allerdings nicht so sehr. Warten, 2 Bögen fahren, anstellen, warten und vor Allem FRIEREN. Durch diese Steherei konnte man nichts lernen, nur frieren. Ich kann nur jedem empfehlen, der Ski fahren lernen möchte, einen Privat Lehrer zu nehmen. Hinterher fahren, hinterher fahren. Si habe ich es dann auch getan. Nicht dass ich einen Privatlehrer hatte, nein, wir hatten in unserem Bekanntenkreis meiner Eltern einen Skilehrer, und mit dem haben wir unsere Urlaube verbracht, sehr praktisch. Später dann fuhr ich mit Übungsleitern zum Skifahren, die konnten es auch. Das bringt natürlich sehr viel.

Nach St. Moritz, fernab der Piste, durch die Berge ohne Tourismus. Buckel fahren bis die Knie schlabbern, Tiefschnee so dass man kaum noch etwas sieht durch den Pulverschnee, nur so kann man es lernen. Einmal kapiert, funktioniert immer wieder. Es ist genauso wie mit dem Radfahren. Aufsteigen und los……..